Was sind schon 20 Jahre ?
22:59
ich zwinge mich dazu, noch etwas zu bloggen. obgleich ich mehr liegend als sitzend vor der tastatur hänge und eine exogene müdigkeit mir den kopf benebelt. ich hab mir vor 15 minuten 50mg seroquel reingeschraubt, um garantiert schlafen zu können.
heute habe ich mit meienm freund endlich wieder meine eltern besucht, die sehnsucht hat mich gepackt. und es war nur ein ganz kleines bisschen anstrengend. bestimmte dinge muss man einfach registrieren & loslassen. meine eltern waren beide verdammt unsicher und nervös, und es gelingt mir immer besser, damit klar zu kommen. anfangs hatte ich es nicht bemerkt, oder bemerken wollen, wie meine eltern sich hinter fassaden verstecken. viel viele unterschwellige botschaften und befehle unsere kommunikation verpesten. ich habe geschluckt, aufgenommen, überreizt, angepasst. mittlerweile kann ich dahinter schauen, ohne mich schlecht zu fühlen. ich registriere und akzeptiere und sie tun mir leid. aber ich kann ihnen nicht helfen. das paket ist noch zu groß für mich, und ich muss entscheiden, ob ich es irgendwann öffnen will.
ein teil meiner persönlichkeit hebt sich immer anderen menschen gegenüber ab. das ist okay.
denn es ist auch ermüdent, mitmenschen zu durchschauen. nur bei meinen eltern ist es noch immer qualvoll.
weil ich dazu gezwungen bin, rückwärts, gegen mich zu denken. mich ständig zu reflektieren und meine gedanken aufzudrösseln, bis der knoten geöffnet ist. das kostet kraft; aber ohne meinem freund hätte ich diesen schritt nie gewagt.
es war schön, ein bisschen nostalgie zu haben. über alte zeiten zu plaudern, offen, ohne zu werten. ich bin kein kind mehr; stehe ihnen auf augenhöhe gegenüber.
aber diese eine tür ist nun entgültig geschlossen. und nur ich besitze den schlüssel.