ende.
01:05
ich habe einen überlebensplan.
vielleicht werde ich die feiertage überschlafen.
genau wie die letzten tage. es ist nicht schön, am späten nachmittag aufzustehen und einzusehen dass die luft raus ist. jeden morgen einmal weinen bitte, danke. du wachst auf und alles ist scheiße. traum weg, flucht weg, zuversicht auch weg. aber alles noch da und noch viel größer als am abend zuvor.
und der vogel fliegt nicht mehr.
zwanghaft muss ich diesen gedanken entfliehen, den tatsachen. ich weiß nicht mehr wie man etwas aushält, vielleicht wusste ich es auch noch nie. mit medikation im blut kann man überleben.
ohne eben nicht. der sinn ist jetzt davongeflogen.
da irgendwo in mir drin, da spüre ich die wut und verzweiflung wie flüssigen zement. ja, zieht runter, aber das ist angenehm und egal, wird umarmt wie der unglaubliche ohnmächtige hass, der zwangsweise rausgeschnitten werden muss, damit ich nicht platze. aber, ach wenn schon.
die augen sind leergeweint, aber ich habe noch viel blut zu vertränen. ich mag mich nicht berühren, ansehen, ich mag nicht sein.
ich verneine mich solange, bis ich weg bin. bis dahin verstoffwechsle ich die wut im bauch.