Somebody put something in my drink.
01:59
ich will mehr. ich kann mich beherrschen, während des tages, vielleicht auch tagelang. aber ich kann es nicht nicht tun. und wenn ich angefangen habe, dann muss ich es zuende bringen, immer weiter, bis ich rausche, bis ich mich gut fühle, genial fühle, bis alle scheiße meines lebens weggespült ist, bis ich weiß, dass ich gut bin und mein leben perfekt ist. einfach immer weiter; und es tut mir gut.
aber ich brauche in letzter zeit immer mehr, immer immer mehr davon, um diesen zustand zu erreichen. ich schäme mich und mache gleichzeitig witze darüber. ich bin mir sicher, kein problem damit zu haben, weil ich es nicht haben will. ich will nur eins: es so lange trinken, bis alles gut ist. alleine muss ich nicht trinken, aber wenn ich unter leuten bin, wird es zur priorität. nüchtern unter menschen zu sein ist mir ein gräuel. ich kann die dinge besser ertragen, wenn ich im rausch bin. alles ist auf einmal vollkommen logisch und herrlich. auch wenn ich meine flaschen verstecken muss, wenn ich mich schäme, öfter alkohol einzukaufen, zu bestellen, ich muss es tun, alles andere wäre gradezu dämlich.
und es ist verschwendung nur ein bisschen zu trinken. es ist verschwendung alleine zu trinken. ich will raus und mich besaufen, bis ich die antwort gefunden habe, bis ich ich selber bin. es ist anstrengend, man selber zu sein, auch wenn es mir proportional mit der zeit damit besser geht. auf die leute scheißen und das tun was ich will, weil es mir gut tut. nicht nachdenken. mich durch nichts bestätigen müssen. es ist anstrengend, ein kraftaufwand, der durch alkohol deutlich leichter wird. ich weiß, je mehr ich trinke, umso besser werde ich darin. alles ist klar und ich liebe die welt.
zu vieles, was mich erschüttert, meine neu aufgebaue festung, meine neue haut, die nur ich tragen darf, zu vieles will sie zerstören, ich muss auf mich achtgeben, ich darf mich nicht mehr verbiegen, wenn ich leben will. die welt ist grausam und zu viele menschen sind zu frustriert mit sich, und schmeißen um sich mit ihren worten, deren aussage sie nicht mal selber verstehen. sie schauen und bewerten und kennen nichts anderes als ihre spiegelwelt, sie haben angst und ich verachte sie, obwohl ich mitleid mit ihnen haben müsste. es ist leichter, zu hassen, als zu weinen. und du, schau sie dir an, wie sie mit dem strom rennen, durch die welt eilen, wie sie gefallen wollen, nach bestätigung jagen; alle wollen nur noch gefallen, geliebt und gemocht werden und verabscheuen sich.
so läuft die welt nicht.
sucht nicht in anderen, sucht in euch. verdammt noch mal.