Lonely Road.

Veröffentlicht auf von kadotettu.over-blog.de

22:27

 

 

es tut mir leid, heute nichts geschrieben zu haben.

dieser tag war wie immer das allerletzte. vor lauter unfähigkeit, aus meiner lethargie herauszukrabbeln habe ich nur im bett gelegen und die wand angestarrt. konnte mich mal wieder nicht bewegen. aber zitterte herum, in der hoffnung, das panikgefühl möge sich legen. ich halte meinen eigenen gedanken nicht mehr aus.

 

und ich denke, ich muss meine medikamentendosis erhöhen lassen. anscheinend ist mein gehirn stumpf geworden und lässt das ganze serotonin einfach wieder verpuffen. ich kann so nicht weitermachen. es ist wie früher. das vollkommende weg sein wollen. wozu das alles-denken. gut, dass ich es noch objektiv betrachten kann, aber nur, weil ich mich anstrenge. ich will hier raus.

 

schwitzen. kalter schweiß. mein herz auf der überholspur. meine finger am zittern. das ist schon keine angst mehr. das ist ein schub sondergleichen. ich will nicht. nichts mehr da, kein gefühl, nur noch starre. mit der hand in den mund, runter, um die schreie rauszureißen. ich muss mich kaputt machen. aufreißen, auflösen.

 

 

aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht wüsste, dass sich diese gefühle normal sind, wenn die wirkung der ssri-hemmer nachlässt. dummerweise habe ich auch meinen bedarf nicht hier. 2 benzodiazepine. also muss ich aushalten.

 

nach 7 jahren merkt man, dass es normal ist. wenn ich jetzt an früher zurückdenke, 8. klasse, 13 jahre, erscheint mir alles so nüchtern. trotzdem tut mir das mädchen leid, was damals so viel angst ertragen musste. sie wusste von nichts. der körper hatte sie voll im griff. mitten in der stunde, panikattacke, aus heiterem himmel. ich wusste nicht, was das war. ich hatte einfach nur verdammt riesige angst, zu sterben. erst mit meiner magersucht ließen die panikschübe nach. um 4 jahre später mit der bulimie wiederzukommen.

 

aber ich kann damit umgehen. vielleicht macht mich das sogar aus. 

 

 

 

mein liebster song hierzu. mitterlweile ein besserers benzodiazepin als Tafil ...  lustigerweise kenne ich den song, seit dem ich erkrankt bin. also verbinde ich auch viele erinnerungen und gefühle damit. und so wird es wohl ewig bleiben. 

 

 

 


 

 

Schlaft gut, meine Lieben =*

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Veröffentlicht in Angst

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