versperrt.

Veröffentlicht auf von kadotettu.over-blog.de

08:27

 

 

oh man. da sitz ich nun und versuche die ganze zeit, stillzuhalten. nebenbei versuche ich mit dem handy meines freundes, das er glücklicherweise vergessen hat zur arbeit mitzunehmen, meiner lieben kristina eine geburstags-sms zu senden. aber das handy sendet und sendet und es passiert nix. gut, mein freund wohnt souterrain und da kann das mit dem empfang ganz oft hapern. deswegen auf diesem wege:

 

 

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Kristina!

 

 

ich hoffe, die simse kommt im laufe des tages noch mal bei dir an.

 

ich habe schiss wie sau. konnte schon die ganze nacht nicht schlafen, es ist wie schlechte aufregung. ich habe mit nicht im wohnheim gemeldet, seit samstag nicht. eigentlich sollte ich dort an dem tag antanzen um zu kochen. ich habe es nicht getan, es ging einfach nicht. angstpatienten werden mich verstehen. man will und kann nicht, weil man sich nicht bewegen kann, nicht sprechen, nicht denken. nur zittern.

 

dummerweise haben die leutz ausm wohnheim sich schon mehrmals bei meinem freund gemeldet und wollten wissen, was denn mit mir los sei. kann ich ja verstehen, man macht sich sorgen. aber ich ahbe angst, einen anschiss zu bekommen, weil ich nicht dafür garantieren kann, mich danach in ruhe zu lassen. ich habe angst, mich zu bestrafen. mich rechtzufertigen. wie denn auch. und nun zittere ich hier rum und weiß nicht weiter. und ich kanns nicht vor mir herschieben.

 

zu fuß brauche ich zum wohnheim gut eine stunde. ist mit musik im ohr kein problem, aber dann muss ich mich stellen. und so vieles steht noch an und ich habe nicht einen finger bewegt. ich weiß auch nicht, ob mir momentan danach ist. ich will mich verkriechen und das machen, was ich machen will. aber ads wohnheim sitzt mir immer im nacken. ich muss jeden furz melden. wo ich hingehe, was ich mache, es ist zum kotzen. es wäre schön, frei und unbeschwert zu leben, ohne einen gedanken daran zu verschwenden, dass man sich für sein tun rechtfertigen muss.  

 

und ich weiß nicht was ich tun soll. hocke hier nun rum und bange bei jeder weiteren vergangenen sekunde. ich muss meinen arsch hochkriegen, nicht für mich, sondern fürs verfickte heim. ich kann nicht länger hier bleiben, es macht alles nur noch schlimmer. gut, ich habe eine alternative. aber ich habe so angst, mit den vorwürfen des heims nicht umgehen zu können. ich will mir nicht wehtun, aber ich kenne mich nur zu gut. wahrscheinlich werde ich danach ins bett huschen und vergessen, schlafen, den tag über, warten, warten auf nichts. ich will nichts mehr. mein gott, ich will in diesem zustand keine entscheidung treffen müssen. mein kopf auf der überholspur, kopfkarussell, keine bremse da. 

 

schreien wäre gut. ich wäre jetzt gern in den armen meines freundes. jemanden dahaben der mich hält, weil ich es nicht kann. weil meine arme kalt und voller stacheln sind. ich könnte dort anrufen und denen sagen, was mit mir los ist. wahrscheinlich fange ich wieder an zu heulen, aber das ist mir egal. den ersten schritt machen. sagen, dass es mir so nicht gut geht. das ich das gefühl haben will, eigenverantwortlich handeln zu können. ohne dabei nach links und rechts schauen zu müssen. am telefon zu reden ist immer einfacher. 

 

 ich weiß nicht weiter. ich habe gehofft, meine gedankenkotze aufzuschreiben würde einiges erleichtern. aber es ist hart alles schwarz auf weiß vor sich zu sehen, die eigene unfähigkeit, schwäche. es macht alles nur noch schlimmer.

 

was soll ich tun? 

 

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Veröffentlicht in Angst

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K
<br /> danke es bedeutet mir unbeschreiblich viel ♥.<br /> fühl dich bitte umarmt. und verdammt nochmal, ich wünsche mir nichts mehr zu diesem doofen geburtstag heute, als dass es dir jetzt sofort besser geht! ich denke an dich!<br /> <br /> <br />
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