Starren.

Veröffentlicht auf von kadotettu.over-blog.de

12:07

 

da bin ich wieder.

ich kann mich nicht an die letzten tage erinnern. sie gleichem einem zähen, stetig nachkochendem brei von agonie, in dem ich nimmersatt versinke.
es geht nicht voran, es bleibt ja nicht mal stehen. aber es zerfrisst mich.

ich liege herum und zähle meine verlebten stunden. für was steht man auf, wenn da gar nichts ist?

 

wenn jeder tag wie der vorige ist.

 

natürlich kann ich daran etwas ändern. man muss hart und zäh sein, um aus dem gedankenkreisen heraus zu kommen. ich könnte so vieles. hinausgehen, joggen, spazieren. ich könnte ein neues bild anfangen. ich könnte in die stadt gehen und mich professionell schminken lassen. ich könnte anfangen, das "Synnin Viemää" zu übersetzen. ich könnte mein zimmer aufräumen. so viele "ich könnte"s.
aber ich kann mich nicht bewegen. wozu, fragt der verstands, wenn das herz langsam dicht macht.
ein einziger lichtblick bleibt mein freund. aber auch ihm geht es miserabel, weil er nicht weiterkommt. weil er angst hat. weil er sich im weg steht. und ich steh daneben, mit verbundenen händen. man kann niemanden aus dem dreck ziehen, wenn man selber drin versinkt.
heute erwartet mich auch nichts. außer meiner lieben freundin adina, die mich gegen 17 uhr besuchen kommt. ich habe es ihr angeboten, weil auch sie etwas auf dem herzen hat. ich weiß, ich kann sie nicht trösten. aber vielleicht kann ich einfach bei ihr sein. auch wenn ich nicht weiß, woher ich die kraft nehmen soll.

ich werde heute abend noch einmal bloggen. in der hoffnung, mich wenigstens einige centimeter besser zu fühlen.
ihr seid nicht allein.

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Veröffentlicht in Depression

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