Wieder da.
01:16
ich weiß, ich war lange nicht mehr hier. aber aufgeben werde ich den blog nicht. ich war einfach nicht in der stimmung, etwas zu papier zu bringen. entweder ging es mir zu gut oder zu schlecht. und ich habe mich auch oft gefragt, warum. wenn ich mich dies nicht fragen muss, dann blogge ich. sonst eben nicht.
mein zimmer in der wg nimmt immer mehr gestalt an, aber es ist noch viel behördenkram zu regeln. ich habe mich des weiteren noch nicht dazu überwinden können, bei meiner therapeutin & bei meinem psychiater anzurufen. es ist, als hätte ich keinen kopf dafür. vieles überfordert mich & ich kann nur einige dinge am tag erledigen, muss das meiste aufschieben. es ist schwer, wirklich zu verinnerlichen, dass ich nun eine eigene wohnung habe und selbstbestimmt leben werde. es ist schwer, bereits eingefahrene denkmuster zu brechen und sich vorsichtig an neue möglichkeiten heranzutasten, sich ans leben außerhalb des gedankenkäfigs zu gewöhnen.
ich mache nicht viel am tag. sehne das wochenende herbei, weil ich weiß, dass ich dann keinem rechenschaft schuldig bin. ich verletze mich weder, noch esse ich aus den falschen gründen, erbreche oder zittere vor panik. ich weine viel, aber das ist ok. ich rede nicht sonderlich viel. an den meisten tagen nur mit meinem freund, und vielleicht noch mit meiner betreuerin. ich mag sie. da habe ich wirklich einen glücksgriff gelandet.
zu viele entscheidungen kosten energie. nein, besser: jede getroffene entscheidung kostet energie. das ganze hin und herüberlegen, abwägen, logik vs gefühl. ich bin ein spontaner typ, der in seinen schlimmen phasen nur noch am grübeln ist. und dann passiert gar nix. und trotzdem bin ich am abend wahnsinnig müde und leer.
ich will zu viel. aber ich kann mich nicht bewegen.