welcome to borderland.
00:33
willkommen.
hier ist er, der punkt, der am weitestem vom lebenswillen entfernt ist. geht man ein stückchen weiter, ist man drüben.
es fällt mir schwer zu bloggen, es ist komisch. es ist komisch wenn man schon irgendwie nicht mehr da ist. ich entdecke gerade viele neue dinge, die irgendwie andauernd aus meinem bewusstsein verschwinden. ich krame in meiner handtasche, auf der suche nach einem schlüssel. mechanisch. und finde dabei eine schachtel zigaretten. und denke, sieh an, du rauchst also. das wusste ich nicht. wem es aber zu diesem zeit punkt nicht bewusst ist, weiß ich nicht. es ist wohl dieser leerlauf im kopf. ebenso dieses bloggen hier. es ist genauso egal wie alles andere, und das ist sehr beruhigend. aber ich denke, das ich das schuldig bin, wem auch immer. vielleicht ist da auch noch etwas in mir was raus will. ich merke davon nicht mehr viel.
es ist mühsam, sich aufzubaun, wenn man mit allem abgeschlossen hat. ich will nicht, nur bleit das ende hier die letzte alternative. das denkt sich mein gehirn, so ohne nennenswerte serotonale versorgung. alles ist nur noch schwarz und ich bin nackt in der dunkelheit. es ist mir egal und ich höre mich nicht mehr schreien. da ist nur noch mein freund, der um die hülle, in der mal seine freundin war, wie ein löwe kämpft. ich kann nicht gehen, wenn da noch so jemand um mich kämpft. und ich kann ihn nicht allein lassen.
ich weiß, wäre ich etwas gesünder, würde ich dies alles mit anderen augen sehen. so herr-der-ringe-mäßig sagen, das man weitermachen muss, egal wie dunkel die welt um einen herum ist. jetzt kann ich solche gedankengänge nur noch mit müh und not erahnen. vielleicht tut es mir ein bisschen leid. aber egal ist es mir auch.
du bist hier, und du weißt nicht mehr weiter. da ist nur noch dieser abgrund, und du weißt, du musst springen. weil sie hinter dir stehen und dich weiterzwängen. zwingen. wie auch immer. es spielt keine rolle. aber das sozialamt führt aktive sterbehilfe durch für schwache leute wie mich, die nicht wissen, warum sie leben. oft genug habe ich mir das leben zu nehmen versucht und einmal wäre ich sogar erfolgreich gewesen, hätte man mich nicht zurückgeholt. ich habe versucht, mich dem leben zu fügen. aber leicht ist das nicht. leicht ist das nicht wenn man allein ist, dinge regeln muss, obgleich man nicht weiß, wofür. also liege ich da, und das kann ich ganz gut, stundenlang, in ein und derselben position, nach vorne starrend, und ich warte. ich warte, das der drang verschwindet. der drang, schluss zu machen. ich kann für nichts mehr garantieren, und das nur, weil ich in meiner jetzt ohnehin chaotisch-stressigen phase einen termin beim sozialamt verpatzt habe.
ich habe ihn verpatzt.
ich habe stattdessen im bett gelegen und mich vom sterben abzubringen versucht. das hört sich jetzt schön und einfach an und das ist das, was alle lesen wollen. was es heißt, interessiert keinen. menschen, die keine ahnung haben wollen, verstehen das nicht. und DAS ist der grund, weswegen meine männlichen compagnons alle amok laufen. und dann habt ihr den salat, meine lieben mitmenschen. egal, das tut hier nichts zur sache. ich bin momentan nicht zurechnungsfähig. es musste nur mal gesagt werden: eine kugel für die menschheit.
jedenfalls, weil ich dort nicht war, und da ist das sozialamt sehr genau, streicht man mit jetzt das zukünftige geld. und dann bekomme ich nichts. nichts, null, zero.
es interessiert mich nicht mehr.
ich sollte eine erklärung für etwas anderes erstellen, wofür ich mein erspartes ausgeben möchte, das muss ich erklären, das ist nunmal so. vor langer zeit war beschlossene sache, dass ich es für die erstausstattung meiner wohnung ausgeben werde. jetzt verfasste ich diese erklärung und kam über eine beerdigung nicht hinaus. es erscheint mir vollkommen logisch, dort beerdigung hinzuschreiben. denn ich will nicht mehr. und ich weiß, ich habe keine andere alternative mehr, so denkt mein gehirn, etwas stört mich daran, aber nur für einen sekundenbruchteil, ein leichtes kribbeln.
ich kann nicht einmal mehr um hilfe schreien, weil es keinen interessiert, den es etwas angehen sollte. weil das dem staat egal ist. es ist nunmal so.
ich weiß nicht, wie es weitergehen soll, mit dieser zeitbombe in meinem kopf. nein, besser in meinem herzen. es gibt menschen, die ich nicht allein lassen kann in dieser scheißwelt; außerdem hoffe ich noch immer auf ein lebenszeichen von HIM. würden sie ein neues album rausbringen, und ich wäre nicht mehr da, könnte ich mir das nie verzeihen.
aber es steht bevor, das habe ich mir in den kopf geschrieben. also liege ich weiter da und warte auf eine eukatastrophe.
das , was nun kommt, wird schmerzvoll sein, denn ich muss mich rechtfertigen. oder das, was einmal ich gewesen bin, wird sich versuchen zu rechtfertigen. womit bloß. die wahrheit interessiert keinen. oder sol ich allen ernstes sagen, dass ich depressiv und akut suizidgefährdet bin?
das wird wohl kaum wahrgenommen.
aber ich habe keine seele mehr, die das treffen könnte. ich habe eine gewissheit im kopf. frust im bauch, den jeder potentielle amokläufer einfach verballern würde. ich liege heir und warte darauf, das der frust mich von innen auffrisst.