help.
04:18
ich würde gern eine woche lang nur nachts leben. das wäre ein bisschen wie urlaub.
ja, ich weiß. ich lebe ja fast nur nachts. wenn man von leben reden kann. es ist ein bisschen wie unter drogen zu sein. ein bisschen high und sehr sehr glücklich. zumindest rede ich mir das so zurecht. naja. ein klein wenig freiheit, ein klein wenig verstecken, nicht nachdenken, tun können, was man will. und danach schlafe ich, tagsüber.
klar ist das falsch und nicht richtig. was umgekehrt dazu führt, dass ich den tag verdränge und nur nachts das gefühl habe, zu leben. es hat was von lebendigkeit. ich bin da und bin es doch nicht. verbringe meine zeit auf tumblr und lastfm, bearbeite fotos, träume mich weg und bin niemandem rechenschaft schuldig. mein freund schläft. wenn er aufsteht, gehe ich ins bett. das gefühl von totaler müdigkeit, die mich dann nach einer zeit überkommt, ist göttlich. mein kopf muss sich dann ausschalten, mein körper ist stärker. das ist sehr beruhigend.
und ich dränge mich nicht ständig in irgendwelche traumwelten rein, weil ich es dann nicht brauche.
immer mit einem auge auf der uhr, lass die zeit doch bitte nicht vergehen.
ich habe angst vor dem, was kommen wird. dagegen hilft kein medikament der welt.
aus angst, es ist nicht das richtige für mich. aus angst, nicht ich selber sein zu können. das muss sich alles sehr dumm anhören, und das finde ich lustig. weil man nicht weiß, wie es ist, steckt man nicht drin.
ich will nicht abschweifen.
ich kann nur ich sein, wenn ich trinke. es bringt mich dazu, aus mir herauszusteigen, mit dem nötigen selbstbewusstsein, dazu zu stehen. es ist, als wäre ich endlich ich selber, als wäre ich endlich gottverdammt gesund, als ... man kann diese tiefe verbundenheit mit sich nur schwer beschreiben. verdammte scheiße, ich bin dann eben ehrlich glücklich mit mir und der welt. es ist einfach alles richtig, keine stimmen, keine zweifel, da ist absolut nichts im kopf außer zufriedenheit.
es ist nur schwer, einen bestimmten pegel zu halten.
man will zwangsläufig immer noch betrunkener sein, als man ist. ich habe schon viel mist gebaut auf diese weise.
dumm ist dann immer nur, wenn andere einem das trinken verbieten wollen, aus angst, man würde ein gottverdammtes alkoholproblem entwickeln oder ähnlichen scheiß.
dassss ist nicht lache.
ich werde wütend, wenn man so etwas tut, entschuldigung. es ist, als würde man mir während eines fressanfalls das essen wegnehmen wollen. der mensch glaubt nicht, wozu ein süchtiger mensch in der lage ist, wenn man ihm seinen stoff klaut. das machen sich die wenigsten bewusst. und ich habe dann keine probleme damit, handgreiflich zu werden.
kurzschlussreaktion im kopf. und dann, entweder zuschlagen oder aber, ich schneide mir große stücke aus der haut.
ist das nicht verdammt traurig? noch ein grund, sich mehr zu hassen.
ich sollte wieder anfangen, meine medikamte zu nehmen. bevor ich mir meine gehirnwindungen rausreiße. der gedanke macht zumindest spaß. mit jeden riss würde es dunkler im kopf werden, sehr gut.