aushalten.
14:53
trostloses grau. der himmel heute morgen wiegte mich in lethargie. der tag versprach, nicht zu werden.
ich war so müde. nicht von zu wenig schlaf, sondern von der ohnmächtigen, absoluten leere. ich habe mich trotzdem in den schlaf geflüchtet heute morgen. bis die medikamente zu wairken angefangen haben.
nun ist es ok.
tina feiert gegen 16 uhr ihren geburtstag nach, ein kleiner lichtblick. habe mich extra wieder aufgehübscht, eine maske aufgemalt, damit ich mich nicht noch weiter selber verabscheuen muss. meine stimmung verführt dazu.
gestern war ich shoppen. ich kaufe mir regelmäßig ein lebensgefühl. objektiv betrachtet, weiß ich wieder nicht, was ich da von mir halten soll. aber so viele, unmoralische dinge geben sicherheit, unglaublich. man brauch sich die gesellschaft ja bloß mal anzuschaun.
nunja. werde meine einkäufe hier später mal posten.
werde gleich eine rauchen, anschließend noch mein zimmer in ordnung bringen und meinen kram fürs wochenende einpacken. ich bin so froh, wenn freitag ist.
das war ich eigentlich schon das ganze leben, und ich denke, da bin ich nicht die einzige. früher war es in der schule so, und wenn man die schule beendet hat, ist es auch nicht anders. die dinge bleiben dieselben, wechseln nur ihre form.
bei mir ist es nur eher das gefühl, am wochenende endlich nach hause zu können, ohne mich rechtfertigen zu müssen oder regeln zu verstoßen. aber ich gehe in diesem wohnheim ein.
bei meinem freund kann ich kraft tanken.