Und das Leben rauscht vorbei.
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und das leben rauscht vorbei.
es regt mich auf, dass ich so bin, wie ich bin. vielleicht brauche ich diesen hass als rechtfertigung meiner wertlosigkeit. als müsse ich hassen, um zu existieren. ich will nicht wissen wie verdreht meine wahrnehmung mittlerweile ist. borderliner sind dafür prädestiniert. und ich weiß, dass dies bei mir der fall ist. ich sags nur keinem. ich gebe mich weiter und gesünder, als ich bin. es profiliert mich. die wahrheit ist, das dahinter ein riesiger, hassgefüllter abhang lauert. und der zeigt sich nur, wenn mein gehirn im serotonin-minus ist.
ich verzichte manchmal gern auf meine medikamente. es macht solchen spaß. denn alles macht auf einmal wieder einen sinn! ich merke wieder, was und warum ich bin. ich verstehe viel mehr. ich kann mich besser in andere hineinversetzen, obgleich ich nur in 2 extremen schaukeln kann. wozu zwischennuancen. ich bin genial und minderwertig zugleich.
mehr fühlen, in mir drin, durch mich durch. mehr angst und mehr wut. abheben, wie ein ballon. in den gefühlen schweben, mich von ihnen leiten lassen.
ich genieße meine eigene hilflosigkeit.
und scheiße, ich bin kreativ.
und wenn ich sie dann wieder nehmen sollte, weil ich soziale verpflichtungen habe, dann gleicht die dosis einem zuckerschub nach einer 2-wochen-protein-diät (also keine kohlehydrate, meine lieben!) ich habe nur noch das berauschenste postitivste gefühl im körper. es ist alle so leicht und gut und überhaupt. ich kann es mit allem aufnehmen.
ich freu mich drauf, wenn es wieder soweit ist. und bis es soweit ist, muss ich meinen serotoninlevel eben manuell steuern. solange, bis ich wieder bereit bin, etwas aus der höhle zu kriechen.
denn es ist schwer, sich aus etwas emporzukämpfen.
man muss immer wissen, warum man das tut. beziehungsweise, es will. warum will ich wieder etwas normaler leben, nur um mir sicher zu sein, bei der nächsten katastrophe wieder zu verschwinden? ich halte mich nicht aus. noch weniger meine art, mit den dingen umzugehen. weil ich das alles objektiv betrachte. durch die augen der anderen. und objektiv betrachtet ist meine momentane lebensweise, existenz, mein ganzes sein nichtig und minderbemittelt. das macht mich wütend; erst das objektive lässt mich wut spüren und dem drang nachkommen, mich nicht nur zu verabscheuen, sondern mich körperlich zu bestrafen.
wohin mit dem hass? er sickert durch mich durch. nichtgesprochene worte, blicke, gesten, nonverbale kommunikation macht mich aggressiv. schweigen macht mich aggressiv. schweigen, der harmonie zuliebe, erweckt in mir den wunsch, zu morden. die gefühle muss man rausschreien. sagen, was einen bewegt. ehrlichkeit ist subjektiv meine höchste tugend. ich glaube, ich schweife ab. ein text, der nicht weiß, was er soll. worte, die aufgestaut herausbrechen, atmen wollen, im licht tanzen. ich habe 4 tage lang kein sonnenlicht mehr gesehn. aber ich bin zu feige, um auszubrechen. mein größtest problem ist für mich meine abstoßende erscheinung. eine wabbelnde fette qualle, unstet, unförmig und lebensunwert. alles an mir ist degeneriert. das ist kein selbstmitleid, meine damen und herren, das ist selbsthass. ich bestehe aus purstem hass. und ich brauche diesen hass, um wenigstens noch etwas zu fühlen. ich will schreien, aber ich bekomme keine luft. als würde mich der hass zuschnüren. ich weiß weder ein noch aus.
nur raus will ich nicht.
nicht so, wie ich bin. nicht so, wie andere mich haben wollen. nicht so, wie ich mich haben will. so bin ich noch lange nicht. ich will ein mensch sein, der mit sich zufrieden ist. imun gegen äußere einflüsse. ich bin lichtjahre von mir selber entfernt. ich möchte springen und schreien, dass es mir egal ist. ich will weinen und lachen und leben. mit meinen scheißhänden im sand bohren, die luft riechen, mich vom gras streicheln lassen. nicht nachdenken müssen. um himmels willen.
bloß nicht denken müssen.