F-F-Falling.
23:35
abgetaucht.
ich bin weg und bilde mir ein, durch internet-abstinez auch im realen leben zu verschwinden. ich will nicht. ich hasse mein spiegelbild und fantasiere darüber, mir die haut aufzukratzen und abzuziehen. das kommt alles nur daher, dass ich meine medikamente nicht genommen habe. mein gehirn ist unterversorgt. ich schlafe tagsüber und bin nachts für ein paar stunden wach. es ist erstaunlich, wie lange man schlafen kann. trotz albträume. ich bewege mich lieber in traumwelten als in dieser verkorksten realität, auch wenn die träume schlimm sind. unverarbeitete schulsituationen. als hätte da etwas die regler für alle möglichen katastrophen hochgeschaltet. macht mir nix. irgendwann wacht man auf, oder man schmeißt sich eben mit schmackes aus dem traum.
wäre schön, wenn das in der realität auch so einfach wäre.
ich will mich nicht mehr haben. ich möchte mich in einen zerhaxler schmeißen und finde diesen gedanken sogar hochamüsant. nicht dass wir uns falsch verstehen, filme wie saw oder hostel und konsorten verabscheue ich nach wie vor. das ist menschenverachtend. jemand, der sowas mag, den sollte man dann auch mal mit dem bunsenbrenner bearbeiten. die haut ein bisschen von den muskeln trennen, mayo draufschmieren, grillen lassen und dem opfer in den mund schieben.
der mensch ist ein meisterwerk. andere meisterwerke sind unantastbar. aber ich habe das recht, mich nach lust und laune zu schänden. ich habe soagr das heilige gefühl, es tun zu müssen. das ist wie mit der normalen borderline-selbstverletzung. außenstehende finden es geradezu unlogisch, sich zu verletzen. borderliner finden es geradezu logisch, es zu tun.
du musst dich kaputt machen, du menschlicher wurm.
ich will das fühlen. ich will mich zur äußersten grenze treiben. ich will all den unterdrückten hass an mir auslassen. ich will weinen vor freude, weil ich mich zerreißen darf. alles an mir kaputtmachen.
ich will weinen vor freude, weil es außer dem nichts gibt. keine eingrenzende realität. nur dunkelheit. nur nacht. selbsternannter käfig. zerfließende objektivität. vollkommen verdrehte wahrnehmung.
ich will weinen vor freude, weil ich so gottverdamt allein bin. und es hier nichts gibt außer gedanken, musik und unmengen essen, das mich betäubt. ich bilde mir ein, so das denken abzuschalten.
ich bilde mir ein, meine augen tränen, wenn die sonnenstrahlen sie blenden.