Bumm.
01:03
habe so eine verdammte lust, mich zu erschießen.
aber ich machs nicht.
so leicht lasse ich mich nicht aus der welt wischen, ganz egal, wie sehr ich es will. ich behalte meine wut, sie beschützt mich. und es ist ein angenehmes gefühl, wenn man weiß, man könnte doch. aber man tut es nicht. ich spiele mit mir selber um macht, obwohl ich weiß, dass der bewusste teil meines ich-empfindens am längeren hebel sitzt. in dem augenblick bin ich stärker als all die stimmen in mir. kein krieg ist so schrecklich wie der krieg mit sich selber. ich steh auf keiner seite, ich bin genau dazwischen. und immer mit einem bein im leichenschauhaus.
ich sehe meine hände zersplittern. der drang, mich kaputtzumachen als ventil für den hass. aber ich hasse da lieber mein kopfkino. wer kann sich schon gegen gedanken wehren, die sich stetig aufdrängen, fehlgeleitete nervenimpulse. ich kann in solchen zuständen wie im wahn malen, wie im wahn schreiben, ich komme nicht dazu abzusetzten, weil diese 2 sekunden wieder realität bedeuten. wahnsinn ist auch nur ein versuch, die welt zu vermeiden. ich muss mir die welt vom leib schreiben, denn ich halte mich in ihr nicht mehr aus.
und bevor meine wortkotze noch triggernd auf jemanden wirkt, mache ich lieber den laptop zu und nehme meinen bedarf ein. ein bisschen haldol, zum einschlafen.
das gefühl, abnorm zu sein, objektiv jetzt, ist schlimmer als all die stimmen selber.
gute nacht, meine lieben
♥