I'm bad.
17:08
ich falle rauf und ich falle runter. mehr gibt es eigentlich nicht zu schreiben. mal bin ich da, mit vollster präsens, jenseits aller destruktiven gedanken, total sozial, nehme viel raum ein, denke nicht nach. gebe versprechen, die ich mir dann noch sicher bin, halten zu können. rede zu viel. über alles. über jedes kleinste fusselchen meines bewusstseins. alle haben mich schrecklich lieb. ich gehe komplimente pflücken, und das feld ist üppig gesäät. ich mache, was ich will. und ich denke nicht nach, schon fast panisch, es bleibt aber alles unbewusst. fast schon naiv. und so schwebe ich über allem und bin mit allem glücklich.
der absturz kommt immer, und er ist keinen kommentar wert. aber es geht nicht anders. immer nur diese beiden seiten. immer nur das extreme. ich frage mich langsam, wie lange ich noch so weiter machen kann. es kostet zu viel kraft, sich immer wieder hochzukämpfen und anschließend so zu tun als wäre nichts. vielleicht ist dann ja auch wirklich nichts. ich weiß es nicht. ich zweifle ziemlich stark an meiner wahrnehmung. gut, im großemn und ganzen sind meine emotionalen ergüsse auch sehr unwichtig, aber sie setzen nun mal so viel in gang. na super, jetzt fange ich auch noch an mich vor mir selber zu rechtfertigen. dumm.
ich bin gerade wieder am fallen, kontinuierlich, seit letztem mittwoch. da helfen auch keine medikamente. nur noch alkohol. und das darf so nicht sein. wofür das alles, frage ich mich grade, und ich weiß genau, diese frage ist unwichtig. irgendwie wird es schon gesehn, auch wenn ich das grad nicht sehen kann.
scheißgehirn mit zu wenig gutem serotonin.
ich mag nur nicht all diese dinge sehen müssen, die ich noch tun muss. und ich vermag nicht mal zu sagen, was wichtig ist und was nicht. und was sich da genau unter dem teppich verbirgt, den ich so mühsehlig über die gedanken gestülpt habe. es hat viel mit menschen zu tun, die ich ständig vernachlässige. da sehe ich schon den wald vor lauter bäumen nicht mehr, nur noch schuldgefühle. und dann diese vielen kleinen puzzelteilchen, dumme anträge, bürokratenkram, pläne, haushaltstechnisches zeug, arzttermine. mir wird schlecht und ich will meine ruhe haben. ich mag mit nichts anfangen, solange ich nicht weiß wofür.
traurig, ich weiß.
aber die dinge werden sich so oder so ändern.